FAQ- häufige Fragen zur Mykorrhiza

Weshalb hilft die Mykorrhiza-Symbiose gegen Schädlinge?

Wissenschaftler sprechen hier von einer "vitalen Abwehr". Gesunde, kräftige Pflanzen können Schädlingsbefall auf natürliche Weise verkraften. Insbesondere der Befall durch schädliche Pilze (z.B. Mehltau) kann durch die gesteigerten, natürlichen Abwehrkräfte zurückgedrängt werden. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass innerhalb der Symbiose Antibiotika ausgeschieden werden und das Pilzgeflecht die Wurzeln der Pflanze so umhüllt, dass Schadpilze und Schädlinge (z.B. Nematoden) nicht vordringen können.


Weshalb hilft die Mykorrhiza-Symbiose gegen Wassermangel?

Durch die Symbiose ist die Pflanze in der Lage, Wasser aus einem viel größeren Umfeld und aus großer Tiefe aufzunehmen. Die Mykorrhiza transportiert Wasser und Nährstoffe zur Pflanze hin.


Weshalb ist es möglich durch die Anwendung des Mykorrhiza-Substrates Unkraut zu reduzieren?

Eine Vernichtung von Unkraut, wie z.B. durch den Einsatz verschiedener chemischer Substanzen, erfolgt nicht. Durch die natürliche Stärkung der Nutzpflanze kommt es aber zu einem Verdrängungsprozess. In gesundem, dichtem Rasen hat es Unkraut sehr schwer sich anzusiedeln.



Welche Wirkung ist durch die Anwendung des Mykorrhiza-Substrates zu erwarten?

  • Erhöhung der Pflanzenqualität
  • Erhöhung der Produktqualität
  • Verbesserung der Stresstoleranzen
  • Biologischer Pflanzenschutz
  • Ertragssteigerungen und Kulturzeitverkürzung



Für welche Pflanzenarten eignet sich das angebotene Mykorrhiza-Substrat?

Pilze und Pflanzen haben mehrmals während der Entwicklung des Lebens zueinander gefunden. Dies führte zu einer großen Vielfalt der Symbioseformen. Das von uns angebotene Mykorrhiza-Substrat wirkt auf ca. 80% aller Pflanzen positiv. Eine (unvollständige) Liste der geeigneten Pflanzenarten finden Sie unter "Anwendung" auf unserer Internetseite.


Für welche Pflanzenarten eignet sich das angebotene Mykorrhiza-Substrat nicht?

Arten der Kreuzblütler (Kohlarten, Raps), Nelkengewächse und der  Gänsefußgewächse (Spinat). Auch für Orchideen ist das Substrat nicht geeignet.



Warum ist das angebotene Mykorrhiza-Substrat nicht für Orchideen geeignet?

Bei Orchideen ist eine Mykorrhitza-Symbiose zwingend erforderlich, damit die Pflanze überleben kann. Wissenschaftler sprechen von einer "obligatorischen Mykorrhiza". Orchideen bilden jedoch eine eigene, nur für diese Pflanzenart typische Symbiose aus. Sollten Sie also eine "lebende Orchidee" in Ihrem Besitz haben, so liegt hier bereits eine bestehende Symbiose vor. Bei der Vermehrung bzw. Züchtung muss sichergestellt sein, dass diese orchideentypische Mykorrhiza mit auf die Jungpflanze übertragen wird. Das von uns vertriebene Substrat enthält nicht die für Orchideen typischen Symbiosepartner.


Vor der Bestellung möchte ich die Anwendungsmenge abschätzen. Welche Anhaltspunkte gibt es dafür?

Bei flächenhafter Anwendung (z.B. neue Rasenflächen) sollten Sie ca. 50-100 ml je Quadratmeter einplanen. Bei Einzelpflanzen im Garten und Topfpflanzen genügen 1-2 Esslöffel (50 ml) je Pflanze. Größere Pflanzen, (Stauden Sträucher, Tomaten) sollten Sie mit 100-200 ml Substrat versorgen. Bei Kübelpflanzen sollten Sie mit 50 ml Substrat je Liter Erde rechnen.


Welche Auswirkungen kann eine falsche Anwendung des Mykorrhiza-Substrates haben? Was passiert, wenn zu viel oder zu wenig angewendet wird?

Durch die Anwendung des Mykorrhiza-Substrates kann keine Pflanze oder ein anderer Organismus geschädigt werden . Im "schlimmsten Fall" kommt es zu keiner Symbiose - es passiert dann einfach nichts. Auch ein Überdüngen ist ausgeschlossen, da der Pflanze keine chemischen Stoffe zugeführt werden. Die Symbiose wird sich auch nicht wesentlich schneller ausbilden. Es wird nur etwas Substrat "verschwendet".


Was kann ich tun wenn ich meine Pflanzen in der Liste der geeigneten Arten nicht finden kann?

Bitte schreiben Sie uns eine Mail. Wir werden versuchen, Ihnen die gewünschte Information zu schicken.


Wie kann man sich die Symbiose zwischen Pflanze und Mykorrhiza vorstellen?

Was macht die Pflanze?

  • Gibt dem Pilz wichtige Kohlenhydrate (Zucker)

Was macht der Pilz ?

  • Speichert für die Pflanze zusätzlich Wasser und Nährstoffe
  • Gibt der Pflanze zusätzlich Wasser, gelöste mineralische Nährstoffe.
  • Schützt die Pflanze vor Bodenschädlingen (z.B. Nematoden).
  • Stellt der Pflanze lebenswichtige gelöste Phosphate aus für Pflanzen unlöslichen Bodenphosphaten zur Verfügung



Kann es sein, dass es nicht zur Ausbildung der gewünschten Symbiose kommt?

Starke Phosphatdüngung reduziert die Mykorrhiza. (z.B. überdüngte Rasenflächen) Eine Störung des Bodens durch Pflügen, Umgraben und insbesondere durch umfangreiche Baumaßnahmen reduziert die Anwesenheit von Mykorrhiza. Dabei ist die Stärke der Beeinträchtigung unterschiedlich.


Wie lange kann das Substrat gelagert werden?

Das Produkt enthält die Sporen des Pilzes. Es ist allgemein bekannt, dass solche Sporen noch nach einigen 100 vielleicht sogar 1000 Jahren noch "leben".
Wir gehen davon aus, dass bei trockener Lagerung das Substrat mehrere Jahre gelagert werden kann, ohne an Wirksamkeit zu verlieren.


Ich habe ein übersäuertes Stück Gartenland auf dem wir Kiefern entfernt haben. Kann ich mit Hilfe von Mykorrhiza dieses Stück Land zum Anbau von Obstbäumen nutzen?

Auf jeden Fall ist die Besiedelung mit einer Mykorrhiza-Symbiose hilfreich. Aus der Praxis kennen wir Anwendungen, wo die Mykorrhiza selbst bei mit Schadstoffen belasteten Böden einen Bewuchs durch Nutz- oder Zierpflanzen ermöglicht. Beim Pflanzen der Obstbäume sollten Sie einen lokalen Erdaustausch vornehmen und je Liter Pflanzerde 50 bis 100 ml Substrat in Wurzelnähe zugeben. Es kann erwartet werden, dass sich der PH-Wert des Bodens langsam in Richtung "neutral" ändert.

Ist es möglich mit Mykorrhiza auch extrem sandigen Boden, der ja auch wenig Nährstoffe enthält, für einen Nutzgarten urbar zu machen?

Die Mykorrhiza-Symbiose ermöglicht die Zufuhr von Wasser und Nährstoffen über große Entfernungen. Selbst die Entnahme von Nährstoffen aus Steinen ist über diesen Weg möglich, weil das Pilzmyzel besser in kleine Risse und Spalten eindringen kann als Pflanzenwurzeln.

Deshalb nutzen insbesondere Kommunen und Landschaftsgestalter die positiven Effekte der Symbiose bei der Kultivierung von Ödlandflächen. Erste Versuche in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Nutzpflanzen in der Wüste anzusiedeln verliefen positiv. Sie dürfen jedoch keine kurzfristigen "Wunder" erwarten. Die Bodenverbesserung wird langsam aber stetig erfolgen.


Kann man Mykorrhiza auch über das Gießwasser aus der Kanne an schon vorhandene Populationen einbringen? Gleiches gilt auch für Rasen.

Theoretisch ist es möglich, die mikroskopisch kleinen Sporen auch über Gießwasser zu verteilen. Jedoch kommen die Sporen nicht optimal an die Wurzeln, sondern werden an der Bodenoberfläche festgehalten und bewirken keine Symbiose. Es könnte aber passieren, dass nach dem Abtrocknen die Sporen oben auf dem Erdboden aufliegen und durch den Wind verweht werden. Deshalb gehörte es zu den besonderen Leistungen der Produktentwickler, die Sporen so mit Tonkügelchen zu verbinden, dass eine effektive und bequeme Handhabung möglich ist.

Beim mykorrhizieren einer bestehenden Rasenfläche sollten Sie besser mit einem Pflanzholz (oder einem anderen spitzen Gegenstand ein ca. 10 cm tiefes Loch stechen und 1 Esslöffel Substrat einfüllen, das Loch wieder verschließen und diesen Vorgang nach jeweils 1 Meter wiederholen. Alternativ können sie auch vertikutieren, dann das Präparat breitflächig ausbringen und mit Erde leicht abdecken. Viele Gartenfreunde haben so bessere Ergebnisse erreicht, als mit der "Pflanzholzmethode".

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