Produkt
Ist Mykorrhiza Dünger?
Bei diesem Präparat handelt es sich nicht um einen "normalen" Dünger im herkömmlichen Sinn, obwohl einige Anwender die Mykorrhiza auch als "Düngerpilze" bezeichnen. Fachleute sprechen deshalb nicht von einem Dünger, sondern von einem Bodenhilfsstoff.
Unser Produkt besteht aus hochwertigem, zertifiziertem, gebrochenen Blähton, auf dem auf natürliche Weise Vermehrungseinheiten der Pilze wie z.B. Hyphen, Sporen, Feinwurzeln vorwiegend des Endo-Mykorrhizapilzes Rhizophagus irregularis (einem sog. Generalisten, d.h. weltweit verbreiteten) fixiert sind.
Das ist ein wesentlicher Unterschied zu anderen Produkten, die oft aus einem (meist organischen) Dünger bestehen, der mit Mykorrhiza-Substrat angereichert wurde. Sie erwerben hier also ein reines Mykorrhiza-Inokulum mit einer hohen Anzahl aktiver ("infektiöser") Einheiten.
Das Produkt entspricht den Empfehlungen der FLL (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung, Landschaftsbau e.V.) und ist für den Ökolandbau zugelassen (FiBL).
Endomykorrhiza
Weltweit gibt es etwa 140 verschiedene Endo-Mykorrhiza-Arten die gleichmäßig über alle klimatischen Zonen der Erde verteilt sind. Die häufigste Art ist die so genannte arbuskuläre oder veraltet auch vesikulär-arbusculäre
genannte Mykorrhiza. Diese kurz auch als VA-Mykorrhiza bezeichnete besondere Form der Endomykorrhiza ist deshalb Bestandteil unseres Produkts. Mit VA-Mykorrhiza und Endomykorrhiza werden oft beide Begriffe für das gleiche
Produkt verwendet.
Die Anwendungsgebiete unseres Endomykorrhiza-Präparates sind vielfältig, so z.B. bei allen Obst- und Ziergehölzpflanzungen, Rosen, Stauden, Intensivkulturen (Tomaten, Erdbeeren, Gurken, ...), Kräuter- und Gewürzpflanzen, Balkon- und Topfpflanzen, Rasenflächen, Zimmerpflanzen u. a.
Diese Art der Symbiose wird von fast allen Pflanzen eingegangen und hat deshalb die größte Bedeutung für Hobbygärtner und Profis. Ausnahmen sind Arten der Kreuzblütler (Kohlarten, Raps), Nelkengewächse und der Gänsefußgewächse (Spinat) sowie Orchideen.
Das Präparat ist mehrere Jahre lagerfähig ohne an Qualität einzubüßen.
Ektomykorrhiza
Ektomykorrhiza-Substrat für spezielle Einsatzgebiete bieten wir
in unserem Webshop nur in kleinen Mengen an, weil es nur wenige Monate
lagerfähig ist. Größere Mengen sollten deshalb vorbestellt werden.
Im Bereich Anwendung haben wir eine Tabelle hinterlegt, damit Sie schnell erkennen können, welche Pflanze Endo- oder Ektomykorrhiza als Symbiosepartner nutzt.
In der ungestörten Natur funktioniert diese Symbiose allein. In gestörtem Boden (z.B. nach Baumaßnahmen) oder auf intensiv bewirtschafteten Flächen (Garten, Baumschulen, Landwirtschaft) dauert die neue Ausbildung viele Jahre, Jahrzehnte oder wird nie erreicht.
Bei der Ektomykorrhiza dringen die feinen unterirdischen Pilzfäden (Hyphen) zwar in die Wurzelrinde, nicht aber in die Wurzel-Zellen des Symbiose-Partners ein. Sie bilden ein dichtes Hyphennetz um die Wurzelenden und tauschen so Nährstoffe und Wasser im Gegenzug für Kohlenhydrate mit den Pflanzen aus.
Blähton als Trägermaterial für Mykorrhiza – sinnvoll und bewährt
Chemisch neutral und stabil
Ein wesentlicher Vorteil von Blähton ist seine chemische Neutralität. Er setzt keine Nährstoffe frei, beeinflusst den pH-Wert kaum und enthält keine schädlichen Substanzen. Dadurch bleibt das Mykorrhiza-Inokulum stabil und wird nicht durch unerwünschte chemische Reaktionen beeinträchtigt.
Weniger Konkurrenz durch andere Mikroorganismen
Im Vergleich zu organischen Trägermaterialien wie Torf oder Kompost ist Blähton weitgehend frei von Fremdkeimen. Das reduziert die Konkurrenz durch andere Mikroorganismen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Mykorrhiza erfolgreich an den Pflanzenwurzeln ansiedelt.
Praktisch in Anwendung und Lagerung
Beim Einpflanzen kann das Inokulum direkt in Wurzelnähe ausgebracht werden, sodass ein schneller Kontakt zwischen Pilz und Pflanze möglich ist. Das erleichtert besonders Hobbygärtnern die Anwendung.
Schutzwirkung
Die Tonkügelchen bieten den Mykorrhiza-Pilzen ein "sicheres Zuhause" – schon bei der Herstellung, aber auch später beim Verpacken, Transportieren und Einbringen in die Erde.
Pilzsporen sind zwar von Natur aus recht robust, wenn es um Trockenheit geht, doch sie reagieren empfindlich auf Druck oder Reibung. Werden sie gequetscht oder stark beansprucht, kann das ihre Keimfähigkeit verringern.
Im Blähton sind die Pilzsporen jedoch rundum geschützt. Die Tonkügelchen fangen Stöße ab und verhindern, dass die empfindlichen Sporen beschädigt werden. Dadurch bleiben sie lange lebensfähig und können vom Hobbygärtner leicht und sicher ausgebracht werden – ganz ohne spezielle Geräte oder Fachwissen.

