Mykorrhiza

Mykorrhiza ist ein Bodenpilz, der sich mit dem feinen Wurzelsystem ihrer Wirtspflanze verbindet und so eine Symbiose eingeht. Als Symbiose bezeichnet man eine Verbindung zum gegenseitigen Vorteil beider Partner.
Das heißt, die Pilze versorgen die Pflanze mit Nährstoffen und Wasser, während die Pflanze selbst Kohlenhydrate aus der Photosynthese an die Pilze liefert. Beide "Partner" profitieren: Eine echte Symbiose - eine echte Gemeinschaft zum gegenseitigen Vorteil!

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Damit jede Pflanze den passenden Sybiose-Partner findet, ist in der Praxis insbesondere die Unterscheidung zwischen Endomykorrhiza und Ektomykorrhiza wichtig. Meist ist für den Gartenfreund die Endomykorrhiza von gößerer Bedeutung.

Endomykorrhiza

Bei der Endomykorrhiza dringt der Pilz in die Zellen der Wurzelrinde des Pflanzenpartners ein. Diese Form der Mykorrhiza ist typisch für Kräuter, Stauden und Gräser, nur in seltenen Fällen für Bäume. Die symbiotischen Pilze sind zumeist Ständerpilze aus der Ordnung Tulasnellales , sowie deren anamorphe Formen Rhizoctonia und Orcheomyces . Eine Form der Endomykorrhiza ist die in unserem Webshop angebotene VA-Mykorrhiza (vesikulär-arbusculäre Mykorrhiza), welche etwa 80% aller Pflanzen nutzen.
Typisch für diese (häufigste) Art von Mykorrhiza ist die Bildung von Vesikeln - d. h. im Wurzelgewebe der Partnerpflanze bilden sich dickwandige Pilzzellen - und Arbuskeln . Das sind verzweigte, zarte Hyphen in Bäumchenform innerhalb der Wurzelzellen. Diese Art der Mykorrhiza wird nur von wenigen Arten der Familie ''Endogonaceae'' aus der Klasse der ''Zygomycetes'' gebildet.

Die Mehrzahl der im Garten oder auf dem Balkon anzutreffenden Pflanzen nutzt also die VA-Mykorrhiza, die wir ständig in unserem Webshop anbieten.

Weitere Infos zum Produkt erhalten Sie hier .

Pilzpartner in Symbiose
Pilzpartner in Symbiose
© Daniel Stange -Nordmanndesign

Ektomykorrhiza

Die Ektomykorrhiza umhüllt die Saugwurzeln der Pflanzen. Diese Form der Mykorrhiza ist typisch für Bäume aus den Familien der Birken, Buchen, Kiefern und Weiden. Pilzpartner sind meist Ständerpilze aus den Ordnungen Boletales und Agaricales (in seltenen Fällen Schlauchpilze wie die z.B. Trüffel).

Einige Ektomykorrhiza-"Pilzpartner" bilden Fruchtkörper aus und sind deshalb sichtbar.

Welche Pflanze zu welche Mykorrhiza passt, ist nicht immer eindeutig geklärt. Wir haben versucht, wissenschaftliche Erkenntnisse, unser Erfahrungswissen und die Hinweise von vielen Gartenfreunden in einer Übersicht zusammenzufassen, die Sie hier finden.

populäres Beispiel für die Symbiose im Wald: Der giftige Fliegenpilz tritt oft in Verbindung mit Fichten oder Birken auf.
Mykorrhiza im Blähton
Mykorrhiza im Blähton
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